Über mich

Ich wurde 1960 in Bremen geboren. Nach dem Abitur arbeitete ich als Aushilfskraft bei verschiedenen Bremer Firmen.
Dann beschloss ich, meine Leidenschaft zur Musik und zu handwerklichem Arbeiten zu verbinden und Instrumentenbauer zu werden.

1982 begann ich ein Volontariat bei einer Bremer Geigenbauerin. Meinen Unterhalt verdiente ich mir als die jüngste Taxifahrerin Bremens.
Auf einer erfolglosen Suche nach einer Lehrstelle während einer Radtour durch Deutschland lernte ich in Nürnberg eine junge Frau kennen, die mich mit nach Cremona nahm. Dort gab es eine internationale Geigenbauschule und zu der Zeit eine Wettbewerbs- und eine Andrea-Amati Ausstellung. Dort, wo Stradivari, Amati, Guarneri und viele andere alten berühmten Geigenbaumeister gelebt hatten, dort sollte ich leben. Ein Traum! Und er wurde Wirklichkeit!

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Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und aufgrund von hartnäckigen wöchentlichen Besuchen beim Schulleiter gelang es mir schließlich, an der Schule aufgenommen zu werden. Neben der Schule, die 4 Jahre dauerte, richtete ich mir mit Freunden eine Werkstatt ein, so dass ich nach der Schule noch ein weiteres Jahr in Cremona lebte und zwei Geigen für einen Wettbewerb (Triennale) baute und dort von 300 Instrumenten den 23. Platz bekam.

Mir war klar: ich wollte mit Musikern zusammenarbeiten und dazu brauchte ich Reparaturerfahrungen, die ich an der Schule nicht genügend lernen konnte. Also ging ich wieder auf Stellensuche in Deutschland und arbeitete dann zwei Jahre bei Simon Enke in Frankfurt und 3,5 Jahre bei Reinhard Fischer in Hamburg und absolvierte dort auch 1993 die Meisterprüfung.

Bei einem Betriebsausflug nach Schwerin mit der Geigenbauwerkstatt von Reinhard Fischer schlug er mir vor, mich in Schwerin selbstständig zu machen und bot mir an, für ihn als freie Mitarbeiterin zu arbeiten.

1994 zog ich nach Schwerin und eröffnete dann am 4.9.1996 meine eigene Werkstatt. Seitdem habe ich etliche Instrumente repariert, restauriert und klanglich eingerichtet.

Ich arbeite unter anderem für die Staatskapelle, für die Musikschulen Ataraxia, Ludwigslust, Wismar und für das Konservatorium Schwerin.

Übrigens: der Geigenbau hat in Schwerin Tradition: 1887 hat der damalige Geigenbaumeister Otto Schünemann in Schwerin am großen Moor eine Geigenbauschule eingerichtet, die allerdings bedauerlicherweise 1898 nach dem Wegzug von Otto Schünemann einging.


Presseberichte


TV Schwerin vom

24.5.2019:

 

https://youtu.be/0EyAGAJP_4Q

 



Aus dem Mitgliedermagazin von Nordhandwerk 2018:

 

https://www.hwk-schwerin.de/artikel/nordhandwerk

 



Aus Mecklenburg Schwerin delüx Winter 2012 (S. 22):

 

https://issuu.com/delego-verlag/docs/deluex_sn_4_2012



"Aus "irgendwas mit Musik" wurde Geigenbau" - ein Beitrag von Schwerin live:

 

www.sn-live.de/das-magazin/wirtschaft-gesellschaft/details/news/aus-irgendetwas-mit-musik-wurde-geigenbau



Im Jahr 2008 besuchte mich Heike Götz vom NDR im Rahmen ihrer Landpartie und drehte einen Film über meine Werkstatt und meine Arbeit. Dieser Film ist leider nicht mehr im Internet verfügbar.